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   ROBBIE BASHO - ARCHIV

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ROBBIE BASHO - 'Vater des American Raga', Poet, Gitarrist, Komponist, Sänger

 
 
robbie basho

Ausführliche Informationen zu einem der wichtigsten Pioniere der Steelstring- Geschichte der 60er-70er Jahre

 

'I don't try to follow the masters; I try to ask the same questions they asked.'

ROBBIE BASHO

30.Aug.1940-28.Feb.1986

 
 
Dieses Archiv sollte nicht einfach eine Datenbank sein. Alles kann nur ein Fleck oder eine Skizze sein - nichts ist perfekt (oder wie der Buddhismus sagen würde: "Nichts ist jemals fertig."). Ich hoffe, dass es Schritt für Schritt wachsen kann, um ein Fenster in das Leben und Werk von Robbie Basho, Dichter, Vater des amerikanischen Raga und früher Verfechter der offenen Stimmtechniken, zu öffnen, und dass jemand etwas Neues findet, manchmal...oder etwas Neues hinzuzufügen hat (ich bin immer auf der Suche nach Artikeln, Fotos, Tonbändern, .....für das Archiv) - bitte kontaktieren Sie Blue Moment Arts, um interessante Informationen oder Fragen zu Robbie Bashos Leben hinzuzufügen.
Bitte nennen Sie dieses Archiv, wenn Sie Materialien verwenden, um diese Quelle lebendig zu halten!
 
...............Neu...............

 
 

Song for the Avatars
Song for the Avatars+
Ein 5 CD Set mit frühen Versionen späterer Veröffentlichungen, private Aufnahmen,
Skizzen von Mitte der '60er bis zu den späten '80ern

ausführlich kommentiert in
Perfect Sound forever
und in
"Open Tunings" (gehe zu "Listening")

 
 

 
 
Robbie Basho selections

 
 
Robbie Basho Songs of the Great Mystery 2LP/CD..
Die vergessenen Vanguard Sessions, früher digital als "Indian II" veröffentlicht

 
Songs of the Great Mystery

 
 
Robbie Basho, live Forli 1982

the old star 
 
Die Wiederentdeckung einer alten Dame...
Basho's mexikanische 12 string ist zurück (mehr hier )
 

 

Robbie Basho Film
The Voice of the Eagle: The Enigma of Robbie Basho


 
basho_bd
 
 
Der Film jetzt erhältlich als Home Video:
1 Blu-ray, 1 DVD +1 extra DVD, or 1 DVD, Liam Barker Film Production
oder als Stream auf vimeo : The Film as stream

 
bashofilm
"Ein Dokumentarfilm in Spielfilmlänge über das außergewöhnliche Leben und die visionäre Musik des amerikanischen Gitarristen und Sängers Robbie Basho."

 
 

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Meine Basho-Geschichte

von Steffen Basho-Junghans

Den Namen Robbie Basho entdeckte ich Anfang 1986 durch eine Platte, die sich "Best of the Acoustic Steel String Guitar Solos" nannte, den "Record Sampler '81" des deutschen Labels Pastels. Neben schönen Solowerken von William Ackarman, Alex De Grassi, Daniel Hecht und Michael Hedges gab es 2 Robbie Basho Stücke: "Variations on Ezumi" und "Elk Dreamer's Lament", die mich umgehauen haben, weil ich gerade auf einem Weg war, der nicht so weit von diesem Stil entfernt war. Ich hatte diesen Namen noch nie gehört. Meine frühen Jahre als Gitarrenpicker waren umgeben von Leo Kottke, John Fahey, Stefan Grossman und der Ragtime-Szene und natürlich den deutschen und europäischen Pickern wie John Renbourn, Bert Jansch, Werner Lämmerhirt...Aber in unserem kleinen ostdeutschen Stahlsaiten-Gitarren-Zirkel war ich ein kleiner Exot, weil nicht so Blues- oder Ragtime-beeinflusst wie die meisten anderen Picker.
Da ich in der DDR, also hinter der Mauer, lebte, war es sehr schwer, mehr Informationen über Basho zu finden. Etwa 6 Monate später bekam ich von einem in der Nähe von Hamburg lebenden Schriftsteller, Alexander Schmitz, der ein enormes Buch über die Geschichte der akustischen Gitarre geschrieben hatte, die Nachricht, dass Basho fast zu dem Zeitpunkt gestorben war, als ich seinen Namen und die ersten 2 Beispiele seiner Musik zum 1. Mal hörte. Bis die Mauer offen war, lebte ich nur mit diesen 2 Stücken. Aber zwischen 1989 und 1991 fand ich fast alle Basho-Platten (in "used records"-Läden). So entdeckte ich das "frühere" und das "spätere" Basho fast zur gleichen Zeit. Ich denke, deshalb konnte ich auch nie sagen: das "frühere" oder das "spätere" Basho ist das interessantere. Und natürlich war es bei so viel Robbie-Basho-Musik um meine Ohren herum unmöglich, "um ihn herum" zu gehen - ich musste durch ihn hindurch gehen. Zu dieser Zeit klangen viele meiner eigenen Werke mehr oder weniger wie von Basho beeinflusst.
Je mehr Musik ich hörte und je mehr Informationen ich über ihn bekam, desto mehr bewegte es mein Herz, dass er, nur wenige Jahre nach seinem Tod, fast vergessen war. Im Gegensatz zu der typischen Antwort in Interviews diverser Musiker:"...ja, aber so etwas habe ich schon lange vorher gemacht...", spürte ich eine tiefe Verbundenheit und Respekt. Ich dachte darüber nach, wie Robbie Basho auf die Idee kam, den Namen Basho anzunehmen, und da ich auch die Poesie von Matsuo Basho kannte, war plötzlich die Idee da, diesen Namen als Respekt und Ehre (wie: Ja, er ist mein Haupteinfluss) von Robbie Basho anzunehmen.
Als ich 1992 mit den Aufnahmen für meine 1. CD begann, kam mir eine Art besondere Tribut-Idee in den Sinn. Ich dachte an Ackermans 1. Album "In Search of the Turtle's Navel" mit einer Hommage an John Fahey. So bekam mein Album den Titel "In Search of the Eagle's Voice" und ich hatte all diese "Wurzeln" zusammen. Aber ich musste die Aufnahmearbeiten einstellen. Ich bekam schwere Probleme mit meiner linken Hand wegen des Karpaltunnelsyndroms für fast 2 Jahre.
Im Herbst 1994 machte ich eine 2-monatige Reise in die USA und nach Mexiko. Einer meiner persönlichen "heiligen" Orte, die ich besuchte, war Berkeley. - Und an dieser Stelle liegt Jerome Burdi in seinem schönen Artikel ("Robbie Basho was an angel. I don't believe he was terrestrial". in elephant journal ) über Robbie völlig falsch: Wie ich nach Berkeley kam: ("...Ein deutscher Gitarrist, der den Namen Basho angenommen hatte, machte eine Pilgerreise nach Berkeley um den Meister zu treffen. Aber zu der Zeit, als Steffen Basho-Junghans dort war, war es zu spät...") Als ich nach Berkeley kam, Ende September 1994, wußte ich seit Sommer 1986 von Basho's Tod. Also kam ich nicht, um den Meister zu treffen, eher um seinen "Geist" zu finden!!
- Zu dieser Zeit dachte oder sprach niemand über Robbie Basho. Die ehemalige Takoma-Aufnahmekünstlerin, Janet Smith, stellte für mich viele Kontakte in der Bay Area her. So hatte ich einen sehr schönen Nachmittag in dem Haus, in dem Basho bis zu seinem Tod lebte, zusammen mit seiner ehemaligen Vermieterin, Frau Lutgarda Eckell. Ich führte Dutzende von Gesprächen, traf Leute, die mit der Basho-Geschichte zu tun haben, und fast jeder begann, meine Fragen mit einem: "Ach du meine Güte, das ist ja schon so lange her..."
Ich saß stundenlang in Berkelys großem Rosengarten und plötzlich verstand ich, woher "The Thousand Incarnations of the Rose" auf dem '66er "Contemporary Guitar"-Sampler von Takoma kam. Eines Abends, ich kam von den Berkeley Hills herunter, am Horizont die Lichter von San Francisco, verstand ich: Das war der Punkt, an dem ich Robbie Basho am nächsten kommen konnte, denn ich war auf der Jagd nach einer Geschichte. Eine Woche später rief ich Janet aus L.A. an und sie erzählte es mir: Hier ist etwas passiert, seit Du weg bist - plötzlich reden viele Leute über die "alten Zeiten".
Zurück in Berlin, mit all diesen Reiseeindrücken im Kopf, setzte ich die Arbeit an meiner CD fort und im Mai 1995 wurde "In Search of the Eagle's Voice" veröffentlicht. Mysteriös: Mir fehlte noch ein Basho-Album: "The Falconer's Arm, Vol I". Ausgerechnet an dem Tag, an dem ich meine Master im Studio ein letztes Mal hören wollte, wartete eine Überraschung auf mich: Ein Typ aus Omaha, Nebraska, war genau 1 Jahr, nachdem er ein Exemplar dieses Albums entdeckt hatte, wieder im selben Plattenladen und fand ein weiteres Exemplar und plötzlich, wie ein "Zeichen", hatte ich mein letztes, vermisstes Robbie Basho Album in den Händen. In meinen Live-Shows habe ich seit den frühen 90ern einige Robbie Basho-Stücke gespielt...(und tue es immer noch...) Im Jahr '95 leitete ein Freund und Gitarristenkollege, Glenn Jones, eine Anfrage von Fantasy Inc. weiter, jetzt Besitzer von Takoma, ob ich Interesse hätte, einige Noten für ein Basho-Reissue-Album zu schreiben; "Guitar Soli". Im Jahr 2000 begann ich, dieses Robbie Basho Archiv zu erstellen.
Das ist die Geschichte...
Später fand ich im Internet Kommentare wie: es gibt einen Typen in Deutschland, der glaubt, die Reinkarnation von Robbie Basho zu sein. Das ist nicht die Wahrheit; ich habe manchmal nur einige Punkte dieser Geschichte erwähnt.
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Es gibt noch viele Fragen: Wo ist seine 6-saitige Gitarre, Notizen, unveröffentlichte Werke, Tonbänder...? Weiß jemand etwas? Und bitte: Wenn Sie alte Handzettel, Plakate, Fotos haben - bitte denken Sie daran, ein Bild an das Archiv zu schicken. Alles ist sehr willkommen. Und wenn jemand ein paar Notizen, Geschichten, Infos über interessante Websites, die mit Robbie Bashos Musik und Leben zu tun haben, hinzufügen könnte..., bitte eine Nachricht schicken.

 
Steffen Basho-Junghans

 
 

 


 
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Sie sind Besucher: counter,  aktualisiert: 09.04.2021

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